Wallende Gewänder und schöne Spiegelungen

Federleicht und doch schwer

Wallende Gewänder und Haare, im Wasser schweben, als ob man fliegen würde. Schöne Spiegelungen an ebener oder bewegter Wasseroberfläche – Unterwasserfotografie erzeugt eine einzigartige Bildwirkung und unterscheidet sich damit deutlich von der Fotografie an Land. Daher genießt diese Art der Fotografie auch eine besondere Aufmerksamkeit.  Auf den nachfolgenden Zeilen finden Kunden, Fotografen, Models und Visagisten wertvolle Tipps, die sie bei der erfolgreichen Umsetzung eines Unterwassershootings unterstützen.

 

Was ist das besondere an der Unterwasserfotografie? Von den Aufnahmebereichen ist Unterwasserfotografie nahezu so facettenreich wie die gesamte übrige Fotografie: Unterwasserfotoshootings sind wegen ihrer einzigartigen Bildwirkung und den vielseitigen und doch andersartigen Möglichkeiten zur Bildgestaltung äußerst beliebt, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Schwangeren Frauen bieten sie aufgrund des Auftriebs eine „federleichte“ Möglichkeit, um ihren Babybauch unbeschwerlich zu verewigen. Und Kleidung wird Unterwasser in wallende Gewänder verwandelt.  

Unterwasser Modefotografie wallende Gewänder und Spiegelungen

Der Unterschied zur klassischen Fotografie

 Unterwasserfotografie macht sich im wesentlichen drei physikalische Effekte zu nutze. Sorry für meinen etwas naturwissenschaftliche Ausflug - es handelt sich um 

–      Auftrieb (schweben, fliegen, Leichtigkeit, Luftblasen, ...)

–      Strömung (wallende Kleidung)

–      Und die Totalreflektion an der Grenzfläche Wasser zu Luft

 

Diese Grundprinzipien macht sich ein Unterwasserfotograf zu nutze, um eine ganz bestimmte Bildsprache zu realisieren, eben geprägt durch die gerade aufgezählten Eigenschaften. Daher eignet sie sich dieser Bildstil sehr gut für ausdrucksstarke Editorials und Bildstrecken in Mode- und Lifestylemagazinen - was auch immer öfter zu sehen ist. Natürlich auch für Produktwerbung von Produkten, die mit Wasser zu tun haben, oder solchen Produkten, die im Wasser üblicherweise nichts verloren haben wie z.B. Handys, die ja immer mehr als wasserdichte Ausführungen auf den Markt kommen..

 

Unterwasserfotografie hat noch mehr Besonderheiten

Als Unterwasserfotograf benötige ich eine spezielle Ausrüstung. Ich nutze dazu normale Kameras und Objektive. Diese müssen aber in ein wasserdichtes und druckfestes Unterwassergehäuse eingebaut werden, das trotzdem die vollständige Bedienung der Kamera erlaubt.

Auch zur Belichtung bedarf es spezielle Blitze, welche entweder die Lichtführung unter Wasser oder die Synchronisation mit Blitzen über Wasser ermöglicht.

Jetzt kommt noch eine Eigenschaft der Wassers zum tragen, die einen erheblichen Einfluss auf die Bildqualität hat. Das ist das optische Verhalten von Wasser (Licht- und Sichtverhältnisse). Wasser absorbiert rotes Licht viel stärker als blaues Licht. Das verfälscht die Farben, alles wird blaustichig. Dazu kommt die „Verunreinigung“ des Wassers mit kleinen Partikeln, den  „Schwebeteilchen“, die das Bild erheblich trüben können. Weiterhin kommt noch ein Vergrösserungseffekt um den Faktor 1.3 hinzu, was bspw. die Objektivwahl bzw. Aufnahmeabstände beeinflusst.

Unterwasserfotografie betreibe ich in der Regel nur in künstlichen Gewässern. Grund dafür ist im wesentlichen die Organisation eines Unterwassershootings (relativ stabilen Bedingungen für die Models: Sicht, Wetter, Wassertemperatur, Hintergrundgestaltung, ...).

Im Teil 2 gebe ich Tipps für Kunden und Models zur Vorbereitung auf das Shooting unter Wasser

Making of beim Unterwasserfotoshooting

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